FAQ

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Intro

Viele Herausforderungen im Kunststoffspritzguss entstehen nicht erst während der Produktion, sondern bereits in der frühen Entwicklungsphase. Entscheidungen zur Materialauswahl, Bauteilgeometrie oder Werkzeugkonstruktion beeinflussen später maßgeblich die Qualität, Wirtschaftlichkeit und Serienfähigkeit eines Produkts.

Deshalb beginnt ein erfolgreiches Spritzgussprojekt bereits mit einer umfassenden technischen Beratung. Gemeinsam werden Anforderungen an Funktion, Belastbarkeit, Oberfläche, Stückzahlen und Kosten analysiert. Anschließend erfolgt die Auswahl des geeigneten Kunststoffs – von Standardthermoplasten bis hin zu Hochleistungskunststoffen.

Entwicklung Moldflow Entwicklung Kunststoff Projekt Simulation

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die fertigungsgerechte Konstruktion nach dem Prinzip Design for Manufacturing (DfM). Moderne CAD-Systeme und Moldflow-Simulationen ermöglichen es, den späteren Spritzgussprozess bereits digital zu simulieren. Potenzielle Fehler wie Verzug, Lufteinschlüsse oder Einfallstellen können dadurch erkannt und beseitigt werden, bevor überhaupt ein Werkzeug gefertigt wird.

Dieser frühe Optimierungsprozess reduziert Entwicklungskosten, verkürzt Projektlaufzeiten und erhöht die Prozesssicherheit erheblich. Änderungen während der Serienproduktion sind dagegen meist deutlich kostenintensiver.

Werkzeugbau Spritzguss Kunststoff Kompetenzen Lösungen | Kunststoff
Werkzeugbau

Goletz begleitet Kunden deshalb von der ersten Produktidee über Konstruktion und Werkzeugbau bis zur Serienfertigung. Durch diese ganzheitliche Betrachtung entstehen wirtschaftliche Lösungen, die technisch überzeugen und langfristig zuverlässig produziert werden können.

Das Spritzgussverfahren zählt weltweit zu den wirtschaftlichsten Fertigungsverfahren für Kunststoffbauteile. Besonders bei mittleren und hohen Stückzahlen ermöglicht es eine reproduzierbare Qualität bei gleichzeitig niedrigen Stückkosten.

Grundsätzlich lassen sich nahezu alle thermoplastischen Kunststoffe verarbeiten – von Standardmaterialien wie ABS oder PC bis hin zu technischen Hochleistungskunststoffen wie PEEK oder PEI. Je nach Anwendung entstehen dabei filigrane Präzisionsteile ebenso wie großvolumige Bauteile mit einem Gewicht von wenigen Zehntelgramm bis zu mehreren Kilogramm.

Die Wirtschaftlichkeit hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Neben der Stückzahl spielen Bauteilgeometrie, Material, Oberflächenanforderungen und Werkzeugkosten eine entscheidende Rolle. Komplexe Bauteile können häufig durch Mehrkomponentenspritzguss, Insert-Technologie oder automatisierte Montage wirtschaftlicher hergestellt werden als durch nachträgliche Bearbeitung.

Grenzen ergeben sich vor allem bei sehr kleinen Losgrößen, extrem großen Bauteilen oder Konstruktionen, die nicht fertigungsgerecht ausgelegt wurden. Bereits in der Entwicklungsphase lässt sich jedoch häufig durch konstruktive Anpassungen eine wirtschaftliche Serienfertigung ermöglichen.

Mit einem Maschinenpark von 44 Spritzgießmaschinen und Schließkräften von 35 bis 1.000 Tonnen fertigt Goletz Präzisionsteile für unterschiedlichste Branchen – von Automotive bis hin zu technischen Gebrauchsgütern.

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